IP Telefonie statt Analog

Nächstes Jahr wird die Anloge Telefonie abgeschalten. Dies hat für die Grundversorgung der Schweiz schwerwiegende Folgen.

Bis zum heutigen Tag hat man in fast jedem Haus einen einfachen Telefonanschluss, welcher ohne wenn oder aber funktioniert. Dies wird jedoch in Zukunft nicht mehr möglich sein.

Die Schweiz wird bis zum Ende des Jahres 2017 auf IP Telefonie umsteigen. Diese Art von Telefonie wird von unserem Bundesrat als modern bezeichnet. Wir müssen uns von dem Antiquieren Systemen trennen.

Modern heisst leider nicht immer perfekt. IP Telefonie hat gegenüber der sich bereits durchgesetzten Analogtelefonie diverse Nachteile.

1. Der grösste Teil der Haushalte wird für die IP Telefonie über DSL versorgt. Die DSL Technologie hat mehrere grosse Nachteile. Über grössere Distanz geht die Geschwindigkeit verloren. Es ist möglich wenn ein Haus stark abgelegen ist. Mehrere 10 km von der Zentrale, der Stream nur noch knapp für ein Analogtelefongespräch in einwandfreier Qualität reicht. Die Analogtelefonie konnte bis zu 50 km von der Telefonzentrale ohne Probleme betrieben werden. Für Datentransfer war es dann mühsam. Aber z.B. US Robotics hatte da gute Modems verkauft, welche auch dies schafften.

2. IP Telefone braucht Strom. Der Kunde hat neben dem Telefon auch noch einen Router. Der muss mit Strom versorgt werden. Leider gibt es keine Stromspeisung für die Router aus der Telefonleitung, wie es früher bei ISDN war. Das heisst Häuser die keinen Strom haben, müssen in Zukunft aufs Telefon verzichten. Dies gilt besonders für Waldhütten oder Hütten in den Bergen.

Ebenfalls bei einem Stromausfall ist das Telefonieren nicht mehr möglich. Früher konnte man mittels analog Telefon auch bei einen wochenlagen Stromausfall noch das EW anrufen und melden dass die Stromleitung defekt ist. In Zukunft muss das über Brieftauben erledigt werden müssen oder den Weg zum EW unter die Füsse nehmen.

Die Analogen Telefonzentralen verfügten über grosszügige Notstromversorgung. In Zukunft müsste jeder Haushalt so eine für das Telefon haben. Dies hat jedoch der Gesetzgeber in der Verordnung vergessen.

Die Begründung die Funktelefone bräuchten sowieso Strom. Ist leider nicht zutreffend. Im Notfall konnte man schnell das Funktelefon durch das im Kasten liegende Kabeltelefon austauschen. Und auch ohne Strom betreiben.

3. Die Stabilität des IP Telefons ist nicht besonders gut. Wenn irgendwie der Stream sich aufhängt funktioniert das Telefon nicht. Dies wird meistens erst bemerkt wenn man das Telefon wirklich braucht. (Das heisst einen Ausgehende Verbindung aufbauen will)

Es ist möglich, dass so über Tage keine eingehende Verbindung möglich ist und niemand das merkt. Zudem ist es öfters schon passiert dass man ausgehen Telefonieren kann aber rein kommt kein Gespräch. Für Notfallbenachrichtigungen ist dies katastrophal. Picketdienst, Aertze etc., sind teilweise nicht erreichbar, obwohl sich erreichbar währen.

Neu muss beim Telefonanschluss umbedingt ein Stromanschluss vorhanden sein. Nur so kann der Router betrieben werden. Wenn man bei der Telefondose keinen Strom hat muss man per Elektriker eine Anschlussdose dort hin ziehen. Dies kostet eine menge Geld.

Viele Leute steckten den Router aus wenn Sie nicht aufs Internet mussten. Das hatte der Vorteil, dass man eine menige Strom spart und zudem sicher sein kann, dass niemand auf den internen Computer zugreiffen kann. Dies ist in Zukunft nicht mehr möglich. Der Router wird in Zukunft nicht nur fürs Internet gebraucht sondern auch fürs Telefonieren. Wenn man den Router ausschaltet, kommen auch keine Telefongespräche mehr an und man kann auch nicht mehr Telefongespräche führen.

Der einzige Vorteil ist wenn man vergisst einen Hilferuf zu allarmieren, kann man jederzeit die Schuld aufs IP Telefon schieben. Die Ermittlungsbehörden sind nicht im Stande zu Beweisen ob ein Telefon funktioniert oder nicht funktioniert hat. Im Schweizer Gesetz ist zum Glück immer noch der Artikel im Zweifel für den Angeklagten. Bei der Analogtelefone konnte man gut nachvollziehen was nicht lief.

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