Was ist das Radio der Zukunft

Bis Ende 2024 soll in der Schweiz das UKW Programm der Öffentlich-rechtlichen und auch privaten Radiostationen eingestellt werden. Das bedeutet für die meisten Leute sie können den bisherigen UKW Empfänger entsorgen. Diese sind dann im Normalgebrauch wertlos. Nur noch im Kriesenfall werden Sendungen im UKW übertragen. Aber für sowas noch einen alten UKW Empfänger einzulagern, wird den wenigsten Leuten einfallen.

Bern setzt in Zukunft auf digitale Übertragung

Die Radioprogramme sollen in Zukunft nur noch digital übertragen werden. Doch welche Übertragung ist Zukunftssicher.

Bis jetzt zeigte es schon das Digitale Uebertragungsnormen nur eine kurze Haltbarkeit haben:

Hier haben wir

 

 

Radioprogramm
Mittelwelle 1931 2009
UKW 1949 2020 – 2024
DAB 1996 2012
DAB+ 2011 ???
Internet Radio 1995 wird lange existieren
Auch Fernsehstandards halten sich nicht all zu lang
Analoges Fernsehen 1939 2006/2007
Analoges SAT Fernsehen 1977 (1985 mit Astra für Öffentlichkeit) 2012
DVB-C 2001 ???
DVB-T 2006 ???
DVB-T2 noch nicht CH sonst 2010 ???
DVB-S 1997 geplant 2020 – 2022
DVB-S2 2012 ???
Analoges Fernsehen Kabel 1931 2012

Wie man in der Tabelle sieht sind Analoge Programme über 50 Jahre gelaufen.

Die Digitalen wurden bereits nach etwa 20 – 30 Jahren wegen Normwandlungen abgeschälten.

Auch im Fernsehbereich sind die Tage des DVB gezählt. Die Anbieter setzten in Zukunft auf IP Technologien.

 

Das einzige Radio welches bereits die Norm der Zukunft unterstützt

Zurzeit ist die einzige Radiouebertragung welches die Zukünftigen Normen unterstützt das Internet Radio.

Nach der Abschaltung der UKW Sender wird es sicherlich nochmals einen starken Aufwind geben, da übers Internet nicht nur eine kleine Anzahl Radiosender empfangen werden können sondern eine grosse Ballette an Programmen aus der ganzen Welt.

Die Industrie ist zurzeit die angezählte Technologie DAB+ zu pushen…  Auch diese Technologie wird sich in einigen Jahren einer anderen Norm weichen müssen. Diverse neue Normen sind in den Startlöchern.

Müssen wir alle 20 – 30 Jahre ein neues Radio kaufen

Wenn es nach der Industrie geht ja. Aber das Internetradio existiert länger als das abgeschaltete DAB und ist auf dem neuesten Stand.

Da das Internetradio einen offenen Standard ist welcher nicht durch grosse Patente geschützt ist wird es diesen Standard weiterhin geben.

Auch in der Schweiz sind alle in DAB+ vertretenen Programme als Internetstream wie Tune-in vorhanden. Auch auf der Strasse wird der Empfang mit den modernen Internettechnologien immer besser und wird in den nächsten 5 Jahren die Terrestrischen Übertragungen des Radios überholen.

 

Autor Xaver Aerni
Geschrieben am 26.05.2018
Veröffentlich in der Ausgabe Mai 2018
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Die Gefahren des „Internet der Dinge“

„Internet der Dinge“ ist und wird immer beliebter. Doch die Anbindung von diversen Geräten des Haushalts und der Komsumerelektronik bietet nicht nur Vorteile, sondern hat auch grosse Gefahren.

„Internet der Dinge“ sind Produkte des normalen Haushaltes wie Kaffeemaschine, Toaster, Fernseher, Stereoanlage, Kühlschrank und so weiter, welche mit einer Schnittstelle fürs Internet versehen werden. Zurzeit gibt es bereits diverse Artikel welche Standardmässig über eine Netzwerkschnittstelle verfügen. Der Sinn dieser Schnittstelle ist bei einem Produkt praktisch, wie bei der Kaffeemaschine welche vom Büro aus gestartet werden kann, Kühlschrank welcher das Inventar erledigt und bei der Entleerung selbständig auch Bestellungen ausübt. Praktisch jeder neue Fernseher hat ebenfalls eine Schnittstelle, mit der Firmware Updates, Multimedia Inhalte gestreamt werden können und auch diverse Apps vom Internet geholt werden können.

Eigentlich sind diese Funktionen sehr praktisch. Leider bieten sie auch grosse Gefahren. Die Hersteller dieser Geräte sind leider nicht unbedingt in der Computerbranche zu Hause, deshalb haben sie sehr wenig Erfahrung mit der Sicherheit. Die Sicherheit Standards der Geräte sind etwa auf dem Stand, welche Computersysteme im Jahre 1980 – 1990 hatten. Der Unterschied dazu ist, dass sich die Computer damals nicht 24 Stunden am Internet gehangen sind. Damals war man ab und zu mal kurz in Mailboxen oder in den 90er Jahren kurz im Internet (damals mit dem Modem). Die „Internet der Dinge“ sind jedoch 24 Stunden lang ungeschützt im Internet.

Die Sicherheit Standard sind leider sehr schwach.

Beispiel 1: Die Fernseher verfügen wenn das Passwort nicht geändert wurde über den Code „0000“. Auch wenn das Passwort geändert wurde ist der Code eine 4-Stellige Zahl. Welche sehr schnell gehackt werden kann. Es sind ja nur 9999 Kombinationen. Mit der 0000 10 000.  90 % der Fernseher verfügen jedoch über den Standard Pin, welcher 0000 ist. Hackern ist es bereits gelungen bei Fernseher aus der Ferne Plug-Ins zu installieren. Solche Plug-Ins können verheerende Auswirkungen haben, wie z.B. Spammails zu versenden, oder D-Dos Attacken auszuführen.

Nicht nur Fernseher sind in grösster Gefahr. Jedes Gerät welches am Internet hängt ist ein potentielles Ziel. Haushaltsgeräte sind auch nicht viel besser geschützt. Die meisten Geräte verfügen nur über einen 4 Stelligen Zahlencode. Wenn überhaupt. Gewisse Geräte haben einen Code welcher vom Benützer nicht gewechselt werden kann. Der Standardcode steht jeweils in der Anleitung, welche ohne Problem aus dem Internet downloadet werden kann.

Auch diverse Router Hersteller haben sehr viel Humor. Sie verwenden ebenfalls als Standardadminpasswort ein 4 Stelliges Zahlenpasswort, welches nicht vom Benützer geändert werden kann. Zudem ist Standardmässig der SSH Port übers Internet erreichbar. Das ist sowas wie eine Einladung an alle Hacker: „Bitte Hackt mich…“ Die einzige Möglichkeit, welches der Besitzer hat ist der SSH Port von aussen zu sperren. Dies geht natürlich nur wenn auch der Besitzer merkt dass der SSH Port von aussen offen ist.

Viele Leute fragen sich wieso die Sicherheit nicht so einen Stellenwert bei den Geräten hat. Die Antwort ist ganz einfach: Die Hersteller haben sehr wenig bzw. keine Erfahrungen mit dem Internet. Sie integrieren in ihre Produkte ein paar Module, welche nicht einmal von den Firmen selber hergestellt wurden. Das führt öfters dazu dass der Hersteller nicht mal weiss, welche Sicherheitslücken das Produkt aufweist. Da das Produkt auch meistens nur einen Zweck unterstehet. Ist dem Hersteller auch nicht so ganz bewusst, welche Gefahren das Produkt hat. Eine Kaffeemaschine ist dazu da um Kaffee herzustellen, denen kommt es nie in den Sinn, dass ein Hacker die Kaffeemaschine dazu verwendet um Spammails zu versenden oder zum Einbrechen in andere Systeme verwendet wird.

Als Benützer kann man gegen die Sicherheitslücken sehr wenig machen, ausser zu sehen dass man von aussen nicht auf die Geräte zugreifen kann. Ist leider nicht immer so einfach möglich, da gewisse Geräte eine Verbindung nach aussen halten müssen.
Eigentlich, ist  bis jetzt da der Gesetzgeber und die Industrie gefordert, sichere Geräte in den Umlauf zu bringen. Leider ist da bis jetzt noch nicht viel geschehen. Bei den Geräten welche übers Internet erreichbar sind müssen Passwörter Zahlen Buchstaben Sonderzeichen mit mind. 8 Buchstaben verfügbar sein. Die Passwörter müssen für den Benützer einfach zu wechseln sein. Es sollten Sperren bei mehrfach falsch eingegebenen Passwörter vorhanden sein.

Die Besitzer können nur diese Geräte vom Netz nehmen.

Ein anderes grosses Problem sind ebenfalls Netzwerkkameras. Diese haben sind über Jahrzehnte im Netzt. Leider ist es so dass nach 1 bis 2 Jahren keine Updates mehr für die Kameras vorhanden sind. Dies gilt übrigens für alle Geräte der Haushalts und Consumerelectronic. Dies ist im Bereich Internet sehr gefährlich, da sehr viele Lücken oder Fehler erst später ans Licht kommen. Wenn diese nicht geschlossen werden, dann sind diese Lücken für immer vorhanden.

Da ist der Gesetzgeber gefragt, da er die Hersteller verpflichtet über den Zeitraum der Lebenszeit der Geräte immer mit kostenlose Sicherheitsupdates zu versorgen. Wenn dies nicht geschehen wird, werden wir in ein paar Jahren grosse Probleme mit unseren Geräten haben.

2024 soll das UKW in der Schweiz verschwinden.

In 7 Jahren sollen auch die UKW Radios geschichte sein. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen in der Schweiz alle UKW Radiofrequenzen gestrichen werden. Alle Nationalen und Regionalen Radiostationen werden dann nur noch Digital in DAB+ oder übers Internet übertragen.

Was hat das für die Komsumenten für Konsequenzen.

Zu diesem Zeitpunkt hört man auf den normalen UKW Radios nur noch ein Rauschen. Es ist möglich das noch einige ausländische Sender empfangbar sind.

Wer weiterhin Radio hören will braucht entweder ein DAB+ Radio oder ein Empfangsgerät das über Internet Streams wiedergeben kann.

Wer jedoch am Kabelnetzt hängt kann nicht jedes DAB+ Radio verwenden. Die normalen DAB+ Radio verwenden Frequenzen von 174 – 240 Mhz.

Die Cablecom verwendet jedoch die Frequenzen 252 – 260 MHz

Also müssen fürs Kabelnetz Radios verwendet werden, welche einen höhren Frequenzraum unterstützen. Die unteren Frequenzen benötigt die Cablecom für den Upstream ihres Internet.

 

Der DAB+ Standard hatte es von Anfang an Schweer. Der Hauptgrund ist da sich der Standard schon mehrfach geändert hat. Das ursprüngliche DAB hatte so grosse Mängel und Schwächen da es nach einigen Jahren vom DAB+ abgelöst wurde, welches nicht abwärs kompartibel ist. Das ist natürlich für einen neuen Standard auch nicht umbedingt förderlich. Die meisten User wollen nicht alle 5 Jahre ihre Geräte austauschen müssen. Zudem war das UKW obwohl es immer Analog ausgestrahlt wurde qualtitativ sehr gut. Man kann das UKW sehr oft auch noch im Keller oder in Tunnels empfangen, obwohl es dort sehr oft rauscht.

Beim DAB+ sieht es da anders aus wenn in Kellern und Tunnels ist oft Sendepause, da vor allem in den Tunnels die Umsetzer für DAB+ noch sehr oft fehlen.

Das ist auch der Grund das der Bundesrat beschlossen hat die Notfallalamierung weiterhin auf UKW zu betreiben. Kurzfristig mag die Rechnung aufgehen. Mittelfristig, ist diese Idee eine „Schnapsidee“. Wenn das UKW eingestellt wird werden die meisten Leute Ihre UKW Radios durch neue Radios entweder DAB+ oder Internet ersetzten. Heute haben die DAB+ Radios auch noch UKW drin. Dies wird nach der Abschaltung nicht mehr so sein. Die 5 – 10 Dolar mehr Produktionskosten werden sich da nicht mehr rechnen lassen.

Zudem wenn die Leute nur noch die Radios in DAB+ oder Internet betreiben, weden die meisten nach einiger Zeit nicht mehr wissen wie man diese in den Analogen Betrieb umstellt. Zudem wer weiss auf welcher Frequenz der Bund die Notmeldungen überträgt.

In der Praxis wird es so aussehen, dass niemand mehr diese Mitteilungen mitbekommt.

Die andere Frage ist wird sich DAB+ wirklich durchsetzten. Das Problem ist man braucht neue Hardware. Bei den meisten neuen Autos lässt sich so ein Radio nur Schweer und teuer Nachrüsten.  Wenn man ihn nachrüstet stellt sich die Frage soll man ein DAB+ fähiges oder Internet fähriges Radio kaufen.

Die Internetfähigen haben den Vorteil, dass sie das Tausendfache an Programmen anbieten als DAB+. Der Nachteil ist, wie der Name sagt braucht man Internet. Aber in Zukunft wird es sicherlich für Autoradios auch kostengünstige Internetabos geben, die für Radio und Navigationssysteme verwendet werden können. Zudem wird die Versorgung mit dem Internet auch immer weiter ausgebaut. Zudem werden die modernen Autos in Zukunft ohne Internet sowieso nicht mehr auskommen.

 

Sind die Skylosen Zeiten vorbei?

Seit genau einem Jahr hat die SKY Boardcasting Network ihr Codierungssystem auf den Code 1a (Code 11) gewechselt. Seit diesem Zeitpunkt sind alle Karten ausgefallen. Seit diesem Zeitpunkt müssen alle Decoderbesitzer auf das Programm von Sky Movie, Sky One verzichten. Besonders die Star Trek- Fans wurden von diesen Aenderungen betreoffen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Karten noch nicht geknacht worden. Vor noch einem Jahr wurden in diversen TV-Zeitschriften duzende verschiedene Decoderkarten angeboten, von den programmiererbaren Chipkarten bis zu den Batteriekarten. Bis zum heutigen Tage sind alle diese Karten verschwunden. Auch die diverse Anbieter der Karten sind nicht mehr zu sehen. Die einzigen Karten die im Moment laufen, leider eher schlecht als Recht sind die Season Karten. Der grösste Nachteil dieser Decoderkarte ist, dass zum Decodieren vom Pay-TV Programm einen Computer benötigt wird. Ein alter XT oder 286 bzw 386 genügt für die Decodierung der Programme. Der „Papi“ muss also nicht seinen Pentium Spielcomputer an hergeben, damit die Familie den Star Trek sehen kann. Seitdem der Code 1a aktiv ist wird das Codierungssystem alle 7 bis 14 Tage gewechselt. Zu diesem Zeitpunkt können die Fans nur noch ein Flackern auf dem Bildschirm erkennen. Unter diesen umständen ist es für die Komerziellen Piraten nicht rentabel eine neue Karte rauszugeben, da der Aufwand für diese Karten grösser wäre als der Ertrag. Die einzige Karte die sich bis jetzt durchgesetzt hat ist die Seasonkarte. Diese Karte muss man zwar selber zusammenbauen, aber dann kann man mittels eines kleinen Computerprogrammes das TV-Programm selber entschlüsseln. Und sollten alle Stricke reissen, wenn den Programmieren von Season verleidet ist, der Code des Programmes anzupassen, kann man mit eingen C-Kentnissen, die Algorithmen selber anpassen. Dies braucht jedoch sehr viel Kentnisse über das VideoCrypt System und viel, viel Geduld. Der Season-Decoder kann in sehr vielen Boxen downgelaoden werden, in den nächsten Wochen wird er auch auf diesem Server kostenlos angeboten.

Autor Redaktion
Geschrieben am 28.10.1996
Veröffentlich in der Ausgabe November 1996
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